Dienstag, 16. Februar 2016

Medienerziehung - Was soll man einem 12-jährigen schenken? Wirklich ein Smartphone?







Es gibt ja so Themen die Spalten die Geister. Impfen zum Beispiel, oder Schnuller, Stillen ach was weiss ich, über was in meinem Umfeld die letzten 12 Jahren bezüglich Kindern so diskutiert wurde.  Über Bio, nicht-bio, Tee, Brezn - ich kann Euch sagen 100 Dinge reichen nicht. Jeder hat seine Meinung dazu. Das ist auch ganz gut so. Das heisseste Thema in meinem Umfeld: Smartphone!

Jetzt ist mein großer Sohn in einem Alter da stellt sich die Frage: Kriegt er ein Handy? Naja er hat ja schon so ein Notfall Handy das er dann ab und an mitnimmt, um mich dann anzurufen, wenn er dann sich auf den nach Hause weg macht oder wenn ich ihn abholen soll. Dieses Handy ist aber sowas von oll. Es ist peinlich! Schlichtweg peinlich.  Es ist ein Handy das einfach nur telefonieren kann. Keine Fotos, keine Musik, nichts.. einfach nur ein Telefon.

Aber der Wunsch nach einem Smartphone ist da. Ich wusste der Tag würde kommen und ganz ehrlich, ich sehe teilweise schon Grundschulkinder mit Smartphone und habe mich eh schon gewundert, dass der Wunsch nicht schon früher kam. Ich habe den Eindruck, dass so viele Kinder eins haben. Jetzt ist es an unserer Schule was Medien angeht sowieso ein bisschen anders. So hatten wir Eltern uns letztes Schuljahr geeinigt, dass wir den Kindern bis Ende der 6. Klasse keine Smartphones schenken, mit in die Schule geben usw.

Nun ja jetzt sind wir in der 6. und das Abkommen bröckelt. Jetzt stehen wir natürlich da und fragen uns, ja was machen wir?

Oben auf dem Foto seht Ihr so ein kleine Auswahl der Dinge mit denen sich mein Sohn zur Zeit am liebsten umgibt. Da liegt kein Ipad, kein Smartphone, keine Spielkonsole. Das ist alles ok für mich..und nicht das ein falscher Eindruck entsteht. Ich habe kein Problem mit Smartphones. Ich nutze meins ja auch intensiv. Aber ich habe den Eindruck, dass in Punkto Medienkompetenz da noch einiges zu tun ist.

Logo mit 12 Jahren vertraue ich meinem Kind voll und ganz und weiß, dass er sich an Verbote hält. Noch! Jetzt ist es an mir, mein Kind auf das was ihn erwartet vorzubereiten. Themen anzusprechen, ihn aufzuklären, ihn evtl .auch ein Stückchen seiner heilen Welt zu nehmen. Denn auch wenn ich als Mutter sämtliche Sicherheitsvorkehrungen treffe, kann ich ihn nicht zu 100% schützen. Denn ich habe kein Einfluss auf die Dinge die er bei älteren Schülern sehen kann, oder Freunden. Soll ich ihn auf Dinge vorbereiten, die ich eigentlich für zu früh erachte? Wie ist das mit den Spielen auf dem Smartphone. Spielt er dann nur noch? Zu hause kann ich das ja kontrollieren, aber unterwegs?

Ihr seht ich mache mir zur Zeit echt viele Gedanken darüber. Ich muss mich jetzt wohl damit auseinandersetzten.

Ein Vortrag von Uwe Buermann (hier eine guter Bericht zum Thema Medienkompetenz) an unserer Schule hat mich sehr beeindruckt und vieles was ich dort gehört habe habe ich immer wieder abgenickt.

Jetzt glaubt nicht, dass ich meinen Kindern sämtliche Medien verbiete. Nein natürlich nicht. Aber kontrolliert und ich gebe zu, dass mein Kind in der 6. Klasse bis dato auch noch nie einen Computer gebraucht hat um seine Hausaufgaben, Referate oder sonstiges zu erledigen. Das wird sich schon irgendwann ändern - keine Frage. 

Es ist nicht damit getan, alle Sicherheitssperren einzurichten. Es ist auch nicht damit getan im das Handy dann abends wieder abzunehmen. Viel mehr macht mir Sorgen, wenn ich mitbekomme, dass in der S-Bahn den Kids schon erzählt wird, wie sie sämtliche Sperren aufheben können und wo der nächste Hotspot ist und und und.

Neulich habe ich ihm versucht zu erklären wie ich das mache. Ich habe ihm erzählt, dass ich auch wenn ich tatsächlich ;) schon über 18 bin, trotzdem keine Gruselfilme anschaue! ja und warum mache ich das nicht? Weil ich mich kenne und ich weiß, dass ich das nicht gut verarbeiten kann, dass mich dann die Bilder auch noch im Schlaf verfolgen werden und das ich für mich weiß, dass mir das nicht gut tut. Ja und das Problem bei ihm wäre, dass er eigentlich noch zu jung ist, um einige Dinge selbst einschätzen zu können und das wir als Eltern ihn versuchen zu schützen.

Er weiß ja gar nicht, was alles im Netzt so ist. Wir Erwachsene wissen zum Glück auch nicht alles (ich will es auch gar nicht wissen). Sie sehen bei mir, wie ich mir schnell ein leckeres Rezept über Pinterest suche, sie sehen wie ich die Fahrkarte für die S-Bahn über eine App kaufe. Sie sehen, wie wir durch New York laufen und uns vom Handy lotsen lassen. Sie sehen nur die praktischen guten Dinge. Ich kann mir auch schwer vorstellen, wie das heute noch ohne wäre. Wobei ein bewusster Verzicht auf das Handy oder Emails lesen schon auch sehr wichtig für mich ist: Tech-Sabbat sag ich nur.

So gerne ich das Smartphone Thema verdrängen möchte kann ich es leider nicht und muss mich damit auseinander setzten. Vielleicht mache ich mir auch einfach zu viele Gedanken und es ist gar nicht so wie ich es mir vorstelle. Vielleicht sind die Kinder heute einfach reifer und können das besser abschätzten?

Das war jetzt ein sehr persönlicher Post und ich wäre sehr sehr sehr sehr froh, wenn ihr mir ein paar Tips habt. Wie habt ihr die Smartphone Nutzung bei den Kindern im Griff? Ist es wirklich so, dass Teenager ständig am Telefon hängen? sich ständig schreiben und spielen? Nehmt ihr Ihnen das Handy abends ab wenn sie ins Bett gehen? Fragen über Fragen und um ein paar Erfahrungstips wäre ich sehr sehr dankbar.

Herzliche Grüße *emma*


Kommentare:

  1. Puuuh seeeehr schwierig. Unser Großer ist 8 und hat einen gebrauchten Laptop zu Weihnachten von meinen Eltern bekommen. Ich war und bin nicht begeistert, aber meine Eltern und mein Mann haben sich durchgesetzt. Da ist ein Schachspiel drauf und sonst nichts. Er darf (wenn die Woche mit Hausaufgaben etc gut lief) am Wochenende insgesamt 1 Stunde (nicht am Stück) spielen. Ab der 5. Klasse wird es ein kleines Prepaid-Handy geben. Der Grund ist ein ganz einfacher: Wir wohnen auf dem Dorf und er muss mit dem normalen Linienbus dann zur weiterführenden Schule. Dieser Bus fährt nur einmal die Stunde. Sollte er den mal verpassen ist es mir sehr wichtig das er mich dann anrufen kann.

    Helfen wird dir das jetzt wahrscheinlich nicht.

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    1. ja wirklich schwierig. Ich mein ich finde es auch für mich beruhigend, wenn ich weiß, dass mein Kind mich anrufen kann wenn es unterwegs ist, aber halt kein Smartphone. Computer ist zum Glück noch kein Thema. Sie haben noch nie gefragt, aber sie sehen uns ja auch nur am Computer arbeiten und das scheint irgendwie nicht so attraktiv zu sein...:) lg emma

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  2. Liebe Emma,

    zu allererst: nein, ich glaube, Du machst überhaupt gar nicht zu viele Gedanken darüber - im Gegenteil! Wir haben auch erst wieder die Tage darüber gesprochen (und J. ist er 8!), nachdem ich einen Artikel einer jungen, amerikanischen Lehrerin gelesen hatte und auf der FB-Seite von Nic auch darüber diskutiert wurde. Ich glaube, dass der Großteil der Kinder/Teenager heute überhaupt nicht besser damit umgehen kann! Ja, sie bedienen all die Geräte intuitiv und und Schlaf und um Längen besser als ihre Eltern! Aber Medienkompetenz bekommen sie in den seltensten Fällen vermittelt - weder von den Schulen, noch von den Eltern, weil beide nicht kompetent sind in diesem Bereich! Ich sehe das an unserer Schule: zugegeben, das Publikum ist sehr gemischt: Eltern mit Migrationshintergrund, Flüchtlinge, Ärzte und andere gebildete Intellektuelle, und noch drei bis vier soziale Schichten dazwischen. Aber allen gemein scheint zu sein, dass sie einfach nicht wissen, was das Internet für eine Verantwortung mit sich bringt! Computerspiele (und zwar mit Verabredung im Netz! In der zweiten Klasse!), Tablets und Smartphones, gibt es da durchaus alles. Und einen Hype um all die Devices, bei denen mir klar ist, dass sich die Kinder nicht an Regeln halten würden - die Versuchung ist einfach zu groß! Und dann sehe ich meinen Sohn. Er freut sich einen Keks, wenn er mal Angry Birds auf dem Handy oder ein Lego-Spiel am Computer machen kann. Aber interessanterweise kann ich mein Telefon überall rumliegen lassen und er würde es nie einfach nehmen (unabhängig davon, dass mein Handy eine Fingerabdruck-Sperre hat ;-)), genauso wie er sich an Absprachen hält und all diese Geräte irgendwie selbstverständlich sind, ohne allzu viel Beachtung zu bekommen (ich bin mir nicht sicher, ob ich es präzise genug ausgedrückt habe). Und ich bin davon überzeugt, noch mehr, als ich es auch von anderen Bloggern gehört habe, dass da die Vorbildfunktion und der Umgang damit eine entscheidende Rolle spielt! Ich glaube, gerade wir, die wir uns so viel im Netz bewegen und Social Media-Kanäle wie selbstverständlich benutzen, haben die Verantwortung, es richtig vor zu machen. Und in dem Fall gibt es, glaube ich, tatsächlich ein Richtig!

    Ich finde es jedenfalls total gut und wichtig und toll, dass Du hier so persönlich Einblick gibst, ich glaube wirklich, dass Kompetenz hier mehr gefragt ist denn je!

    Ich drück Dich fest,
    Caro

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    1. liebe Carolin ja ich finde auch wir sind Vorbilder und wir prägen sie gerade in diesem Alter auch noch sehr. Hängen wir die ganze Zeit am Handy? ich nicht. Wenn die Kinder zu Hause sind, dann heisst es Zeit für sie, Zeit mit Ihnen zu verbringen. Heute sind sie alle ausgeflogen und ich kann den ganzen Tag vor mich hinwerkeln. Aber was mache ich. Ich stelle ein Regelkatalog auf.. gerade diese Woche habe ich mich mit Social Media Policies beruflich auseinander gesetzt und heute komme ich mir vor als ob ich auch eine Policy für mein Kind schreibe. Er war so enttäuscht als er rausgehört hat, dass es wohl kein Smartphone zum Geburtstag geben wird und es ist sein aller aller allergrößter Wunsch. hm...

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  3. schwieriges Thema. Wir haben uns bei den Großen vor einigen Jahren auch sehr viele Gedanken gemacht. Beide haben mit 12 das erste Smartphone bekommen, Beide mit einer Prepaidkarte und erstmal ohne Internetzugang ausser Haus...begrenzt konnten sie Wlan zuhause nutzen.
    Wir haben zusammen Regeln überlegt, die zuhause gelten (kein Handy beim Essen, abends um 21 Uhr ist das Handy aus) und wenn das Guthaben alle ist, ist es eben alle. Während eines Gesprächs bleibt das Handy in der Tasche wenns nur eine SMS ist u.ä.
    Bei meiner großen Tochter ist eine gesunde Medienkompetenz daraus entstanden, mein Sohn zeigt (in meinen Augen) ein gewisses Abhängigkeitspotential. Aber nicht mehr als viele Erwachsene auch...kaum piepst das Ding wird es aus der Tasche gepackt.
    Oder kurz gesagt...gleiche Erziehungsmethode unterschiedlicher Erfolg ;-)

    Beide sind inzwischen Erwachsen (18+21), grundsätzlich fand ich unseren Weg für uns als Familie abzustecken wie gehe ich mit einem Smartphone um, eine gute Sache, nicht nur für die Kinder auch für uns.

    Was mich momentan wirklich erschreckt (deshalb bin ich froh dass die Kleine erst 5 ist), sind die "Whats app Folgen". Ich arbeite beruflich mit Jugendlichen -es sind Jugendliche mit Defiziten, was evtl mein Bild etwas verzerrt - und fast jeder davon ist schon übelst in einer Whats app gruppe gemoppt worden...nicht selten in Klassengruppen, aus denen man nicht so ohne weiteres raus kommt.
    Ähnliches erzählt meine Tochter allerdings durchaus auch aus ihren Klassengruppen, auch wenn sie selbst (zum Glück) nicht betroffen ist.

    Warscheinlich würde mir trotzdem jeder Jugendliche nun den Kopf abreissen, aber momentan würde ich mich an die Empfehlung von "schau-hin" halten und sagen "Whats app " und FB erst ab 16.


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    1. ja genau vor solchen Chats habe ich auch Bedenken. Das hat uns Herr Buermann auch erzählt bei dem Medienvortrag - was auch mit Mobbing hinter den Kulissen läuft. Ja ich sag ja immer. Ins Gesicht zu sagen trauen sie sich nicht...aber dann im Chat... hm..es heisst ja nicht, dass es immer so ist..ich hoffe es zumindest...

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  4. Das ist iin der Tat eine schwierige Frage! Als meine ältere Tochter (jetzt 25) in dem Alter war, war die Technik nicht so weit, als das sie Wünsche in der Hinsicht geäussert hätte. Bei meiner jüngeren Tochter (jetzt 21) lag der Wunsch vor, weil viele in ihrem Umfeld ein Handy hatten. Smartphone war noch nicht in Sicht.
    Sie bekam ein Prepaidhandy als sie 12 Jahre alt war. Jedes Jahr wurde der Wunsch nach der neueren Technik grösser, bis sie letztendlich mit 17 Jahren ihr erstes Smartphone erhielt. Nicht von mir, sondern von der Familie ihres Vaters, von dem ich schon lange getrennt war.
    Hätte mich jemand gefragt, was ich davon halte, dann hätte ich geantwortet: ja, ich akzeptiere das. Unsere Kinder werden in eine technisierte Welt hinein geboren. Sie können nur Verantwortung übernehmen, wenn sie rechtzeitig damit vertraut werden. Was aber ist rechtzeitig? Ich denke, das macht sich an keinem Alter fest, sondern vielmehr an der Weitsicht eines Kindes.
    Von Sperren im Handy halte ich nichts, wohl aber bin ich dafür, Aufsicht bei den sogenannten sozialen Medien zu haben. Unsere Welt ist nicht heile, auch daran gilt es, Kinder heran zu führen. Gefahren zu erklären und Beispiele dazu aufzuzeigen.
    Ein Kind mit 12 Jahren ist oftmals in der Lage, Gefahren zu erkennen. Wir alle wissen, dass Verbote dazu verleiten, genau DAS in Erfahrung zu bringen. Je weniger Zeigefinger, desto mehr Vertrauen.
    Letztendlich kennst nur du deinen Sohn so gut, dass du ihn einschätzen kannst. Wie gross ist sein Wunsch nach einem Smartphone tatsächlich? Lässt er sich noch ein Jahr vertrösten ohne dich als Mutter unfair zu finden? Schmollt er nur, wenn er es nicht bekommt oder zweifelt er daran, dass du ihm nicht vertraust?
    Ich denke, diese Fragen gilt es, für dich selbst zu beantworten.
    LG
    Frau H.

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    1. Nein ich denke er würde immer unsere Entscheidung akzeptieren weil er auch im Kopf weiss, dass wir ihn das nicht Verwehren, weil wir es ihm nicht gönnen, sondern weil wir denken, dass es einfach zu früh ist. Aber er wäre schon sehr enttäuscht und es ist doch irgendwie ein gefühlter Druck da, weil immer mehr schon welche haben. In wie fern er noch weitere Jahre den "Druck" standhält kann ich nicht beurteilen.

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  5. Ich denke so oft, was ist unseren Eltern erspart geblieben? Die mussten sich über sowas keine Gedanken machen.
    Also, unsere Teenies (16,14) haben zur "Umschulung" aufs Gymnasium ein 08/15 Handy bekommen. Für Fälle wie "Ich habe den Bus verpasst". Irgendwann kam dann der Wunsch nach einem Smartphone. Dafür haben beide monatelang gespart, sich Geld verdient und sich diesen Wunsch dann erfüllt. Entsprechend können sie es wertschätzen und gehen sehr sorgsam damit um. In ihrem Alter jetzt wären sie ohne Smartphone absolute Außenseiter, das ist einfach so. Zum Telefonieren nutzen sie die Geräte so gut wie nie, mit den Freunden wird fast ausschließlich per WhatsApp kommuniziert. Ansonsten werden auch gern Videos über das Handy angeguckt. Wir achten noch immer darauf, dass sie keine unbegrenzte "Bildschirmzeit" haben. Wir haben zu Beginn der Smartphone-Zeit mit ihnen darüber gesprochen, was sie machen/angucken dürfen und was nicht und was das eventuell für Konsequenzen hätte. Das klappt sehr gut und sie gehen verantwortungsvoll damit um.
    Wenn sie ins Bett gehen, kommen die Handys aus den Zimmern. Im Flur haben wir extra eine Steckerleiste, damit die Geräte über Nacht laden können. (Unsere übrigens auch.)Ich weiß, dass viele ihrer Freunde deutlich später ins Bett gehen. Wenn sich dann ständig bei jeder Nachricht ihre Handys bemerkbar machen würden, kommen sie ja gar nicht zur Ruhe. Das akzeptieren sie ohne Diskussionen. Genauso kommen sie bei den Hausaufgaben aus den Zimmern. Beim Essen sind alle Handys bei uns ebenfalls tabu.
    Kein leichtes Thema und auch innerhalb der Familie immer gut für Diskussionen.
    Ich finde es gut, dass Du Dir entsprechend Gedanken darüber machst! Du wirst schon die richtige Entscheidung für Deinen Sohn treffen.
    LG,
    Ines

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    1. ohhhh ja bei gäbe es kein Handy über Nacht im Zimmer, beim Essen sowieso nicht..ja ich denke auch..ich hatte mein erstes Handy mit Anfang 20. Das war noch ein Knochen. Und man konnte nur 10 sms speichern. Dafür haben wir über das Festnetzttelefon stundenlang telefoniert..heute kommuniziert man wohl anders...

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  6. Liebe Emma,
    Irgendwann kommen wir alle bei diesem Thema an. Meine Jungs sind inzwischen 17 und 151/2 Jahre. Der große wollte auch früh ein eigenes Handy, aber nicht zum telefonieren. Es sollten spiele darauf gespielt werden, Musik damit hören und auch Fotos damit machen. Dafür braucht man aber kein Handy, also hat er sich eisern einen i-pod erspart, um besagte Dinge tun zu können. Immer wieder wurde von uns kontrolliert, was darauf gespielt wurde und es war nicht immer jugendfrei. Kinder können ohne Probleme Sachen runterlasen, die noch gar nicht für sie bestimmt sind.
    Sein erstes Handy hat er sich dann mit 14 Jahren erspart. Der jüngere war dann dementsprechend früher, damals auch 12 Jahre. Abgeben mußten sie es abends nicht, nur auf den Schreibtisch legen. Meine Jungs wußten immer, dass ich es stichprobenartig kontrolliere und sie es sofort abgeben müssen, wenn sich nicht daran gehalten wird.
    Ich glaube, fast jeder macht sich so seine Gedanken und ich kann deine Bedenken gut verstehen. Mein jüngster macht gerade Praktikum in einer zweiten Klasse und ist sehr erstaunt, dass Kinder in dem Alter schon ein eigenes Smartphone haben. Wir selber haben zwar auch unsere Handys, aber ich kann es auch gut mal ausgeschaltet lassen und meine Ruhe genießen.
    Ich wünsche dir viel Kraft und Erfolg für deine Entscheidung, wir immer sie auch ausfallen mag.
    Herzliche Grüße
    Beate

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    1. ich habe zum Beispiel mein Handy die ganze Zeit auf lautlos erst wenn ich unterwegs das Haus verlasse oder im Auto bin, kann man mich über das Handy erreichen. Ich schalte es jeden Abend aus oder in den Flugmodus. Ich finde Stichproben sind schon erlaubt als Eltern oder? und darf man in Chats reinschauen zur Kontrolle ob nicht gemobbt wird? Verletzt man da nicht seine Privatsphäre?? ich finde es schwierig da eine Lösung zu finden...

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    2. In Chats habe ich nie reingeschaut, außer meine Kinder haben sie mir gezeigt. Wobei die schlimmste Nachricht vor ein paar Wochen in WhatsApp war, in der Handballgruppe. Da hat sich eine Mutter ausgelassen, dass das Training ausfällt. Zum Schreien und Rechtschreibfehler ohne Ende. Ich habe meinen Sohn gebeten, darauf nicht zu antworten.
      Ja, es ist schwierig, aber ich denke, man darf auch mal bei jüngeren Kindern eingreifen, um sie zu schützen. Ich denke, dass ist unsere Aufgabe und Pflicht!

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  7. Ja das ist tasächlich ein schwieriges Thema. Grundsätzlich finde ich, man muss das für sein Kind einzeln klären. Meine Tochter (13) hat zb relativ früh ein Handy bekommen, weil ich mich darauf verlassen konnte, dass sie sich an Absprachen hält. Bei meinem Sohn (9) sehe ich das nicht so, der bekommt erstmal auch noch keines.

    Ich kann Dir also nur sagen was bei uns funktioniert:
    - Das Handy wird nur in Küche/ Wohnzimnmer und co genutzt. Ins Zimmer darfs nicht mit (das wird jetzt allerdings etwas gelockert)
    - Bei Hausaufgaben und nachts bleibt das Handy aber auch weiterhin aus dem Zimmer draussen.
    - Es dürfen keine Spiele aufs Handy geladen werden. Andere Apps nur nach Absprache
    - Nutzung ca. ne halbe Stunde am Tag (da lassen wir allerdings mit uns reden)
    - 1 medienfreier Tag die Woche (den mach ich auch mit)
    - Hin und wieder kontrollieren wir ihr Handy, allerdings mit ihrem Wissen und Beisein.
    - Mitglieder von Gruppen in denen Sie ist, sollte sie kennen (also zumindest schon in echt und von weitem gesehen haben)
    - Sobald sie sich nicht sicher ist sagt sie Bescheid.

    - Bei uns in der Schule darf das Handy nicht angeschalten sein, das ist aber von der Schule aus. Wenn sie mal telefonieren müssen gibt es ein Telefon wo sie kostenlos Festnetznummern anrufen dürfen.

    Darüber hinaus bietet die Schule Mediencoaches an, die gerade den Jüngeren ein paar Dinge aufzeigen sollen. Aber das ist denke ich nur ein Tropfen auf dem heißen Stein.

    Generell finde iches teilweise erschreckend wieviele Eltern offensichtlich nicht auf die Handynutzung ihrer Kinder achten (allein wenn ich höre, um welche Uhrzeit bei meiner Tochter das Handy klingelt).

    Viel Glück bei der Entscheidungsfindung.
    LG Starky

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    1. Ich bin mir ganz sicher, dass es bei den beiden Großen bei mir schon ein ausgeprägtes Verantwortungsgefühl da ist, der Kleine ist eh zu jung. Ich finde es auf jeden Fall richtig, dass man die Leute im Chat persönlich kennt. Gott diese Möglichkeit ist mir noch gar nicht gekommen, dass fremde dabei sein könnten...noch ein Punkt auf der Liste

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  8. Ich hab zwar keine kinder, aber ich kann mich daran erinnern wie das bei mir als Kind war. Ich hab mein erstes handy/smartphone mit 14 bekommen. Als ich zur Konfirmation ging. Mit einer Karte zum aufladen, die ich dann selber bezahlen musste, wenn ich mit meinem Guthaben nicht ausgekommen bin. Jeden Monat habe ich von meinen Eltern eine Karte bekommen. Und wenn ich auf Klassenfahrt war gab es dann auch mal eine extra. Ich fand das gut. Das ist jetzt 12 Jahre her... Daher denke ich, dass man in der heutigen Zeit auch ab 12 drüber nach denken kann. Das kommt immer auf das Kind an. Aber ich würde halt auch gewisse regeln einführen : wann darf das Handy benutzt werfen, wird es nachts aus dem Schlafzimmer verbannt... Aber das muss man eben individuell entscheiden

    LG Rebecca

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    1. ja denke ich auch, dass man das individuell ja nach Kind entscheiden muss.

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  9. Hallo Emma, meine Tochter ist 12 - ab morgen und in der 6ten Klasse. Sie hat ein Smartphone seit einem Jahr. Ja, sie spielt ab und zu damit und ja, ab und an schaut sie mal bei YouTube rein. Und ja, ich hab es auch schon eingesammelt. Aber im Grunde ist es nicht so schlimm, wie sich das bei dir anhört. Auch wenn meine Mini ein echter Feger ist, so sind doch viele andere Dinge wichtiger als ein Smartphone und das pendelt sich ein. Zumindest hier. Aber meine Mädels machen auch jede ca. 12 Stunden Sport in der Woche (Turnen und Tanzen) da bleibt neben Schule sowieso nicht so viel Zeit. Ich glaube es War schlimmer, als die Freundinnen schon ein Phone hatten und sie noch nicht. Da ist man außen vor, wenn es um Verabredungen geht. Eine Zeit lang war ich anfangs bei unserer Großen, die ist jetzt 16, genervt, weil ihre hobbylosen Freundinnen ständig Nachrichten geschrieben haben und sie das dann nach dem Sport versucht hat alles zu verfolgen und das Gefühl hatte, ständig was zu verpassen. Das wsr schon nah am Suchtverhalten. Aber auch das hat sich eingependelt.
    Allerdings gehen meine Mädels beide auf Schulen, in der Medienerziehung mit auf dem Stundenplan steht und bei uns wurde auch bereits in der Grundschule damit gearbeitet. Meine Mini macht schon Referate mit PowerPoint. Also ohne PC geht hier sowieso nichts.
    Mach dir nicht so viele Sorgen. Vielleicht musst du mal regulierend eingreifen, aber ich denke, dass sich das bei halbwegs vernünftigen Kindern wirklich von selbst reguliert. "Komm ich Spiel mit dir" hat bei uns schon jedem Smartphone den Rang abgelaufen.
    Liebe Grüße aus der Pfalz!
    Susanbe

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    1. Ja ich denke auch, dass es jetzt halt so so wichtig ist, gerade weil viele eins haben und er selber halt nicht. Ich hoffe auch, dass diese Wichtigkeit dann nicht mehr ganz so hoch ist. Ich erschrecke ja manchmal bei meinen Neffen, wieviele Nachrichten sie innerhalb von kürzester Zeit bekomme.. ich denke auch, wenn ich mich weiterhin mit Ihnen beschäftige, bin ich spannender als jede Nachricht oder App. Auch wenn ich bei den Brettspielen mittlerweile echt oft verliere gegen meine Kinder. Strategiespiele stehen ganz hoch im Kurs... aber auch klassische Kartenspiele wie Mau Mau...

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  10. Hab ich vergessen und ist mir gerade beim Lesen der Kommentare aufgefallen: Meine Mädels laden Apps nur nach Rücksprache runter. Und sie sind auch nicht in irgendwelchen Foren unterwegs, Wenn ich darüber Berichte im Fernsehen sehe, wird es mir auch ganz schlecht, aber damit hatten wir noch keine Berührung und es gibt auch keine Kommunikation mit Fremden. Vielleicht finde ich auch nur deswegen alles nicht so schlimm, weil es da Null Berührungspunkte gab. Über Instagram haben wir gesprochen, auch über Urheberrecht und das man nicht alles veröffentlichen darf, auch wenn man es fotografieren kann ;-).
    LG

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    1. Ich habe neulich auch einen Bericht gesehen und mir ist ganz schlecht geworden aber ich denke, dass man das schon als Eltern mit unserer Erziehung und Vorbildfunktion schon einiges abfedern kann. Medienkompetenz an der Schule als Unterrichtsfach fände ich klasse

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  11. Liebe Emma!
    meine älteste Tochter hat mit 16 ihr erstes Handy bekommen..ein ganz normales Handy,weil sie für 3 Monate nach Südafrika gegangen ist und wir darüber in Kontakt bleiben konnten.Sie ist mittlerweile 24 und hat sich vor ein paar Monaten erst ein smartphone gekauft,weil es als Studentin so ganz ohne whatsapp doch nicht so ganz einfach ist.
    unsere Zweitälteste ist 22 und hat noch immer nur ein normales handy…und sie will bewußt nix anderes,weil sie bei ihren Kommilitonen und Mitbewohnerinnen sieht,wie sehr sie vom smartphone dirigiert werden…
    Aber ich gebe zu,die mittleren Kinder hier waren eher soweit..bsi 16 hätten die nicht mehr warten wollen.
    Allerdings muß ich ganz ehrlich sagen,daß mir trotz allem vorher nicht klar war,wie schnell sich das verselbstständigt und wieviel sie plötzlich im Netz unterwegs sind…und wir können es nur schwer kontrollieren…es sei denn wir würden bestimmte Zeiten das wlan ausstellen oder die handys abgeben lassen.Ansonsten,das ist leider die bittere Wahrheit,wenn sie in ihren Zimmern sind und wir es nicht kontrollieren( können),dann sind sie sehr ,sehr oft "mal eben" im netz..oder gucken Filme…und was weiß ich…Sachen,auf die ich vorher nie gekommen wäre…und die ich nie täte…wie doof ist das denn einen Film auf dem Handy anzugucken?!??
    Wir haben auch viel drüber geredet,sind kritisch,hinterfragen…geben Tipps…und trotzdem die Versuchung ist zu groß,sie sind mit 12 nicht in der Lage damit umzugehen…würde ich jetzt sagen.Bei unseren beiden Jüngsten werden wir es so lange wie möglich hinauszögern!
    Zum Glück gibt es immer noch Familien,die es ähnlich handhaben!!Meine 11-Jährige hat 2 weiter Kinder in ihrer Klasse,die noch kein Handy oder gar smartphone haben!!Aber dafür können sie noch richtig SPIELEN!! Ja,mit 11 können sie noch SPIELEN,ähnlich,wie wohl auch dein Sohn es noch kann!Das finde ich persönlich viel wichtiger und möchte ich so lange wie möglich erhalten!!Neulich auf einem Geburtstag(10 Jahre) saßen fast alle Kinder beim Transport zum "Spieleparadies" im Auto der Geburtstagskindeltern und …was machten sie?! Jedes war mit seinem smartphone beschäftigt!Das finde ich wirklich traurig!
    ich würde meine Kinder durchaus als klug und der Gefahren bewußt einschätzen..und trotzdem,ich finde sie können noch nicht gut genug damit umgehen.Die Verführung ist einfach zu groß! Hat dein Sohn denn noch Freunde,die auch so uncoole Eltern und so alte Handys haben??Dann macht es das ein bißchen einfacher.Ansosnten würde ich sagen,man muß wirklich sehr,sehr gut ein Auge drauf haben..oder besser sich bewußt sein,daß es danach nicht mehr von uns zu steuern ist!
    Was ich aber bei meinen mittleren und jüngeren Kindern gemacht habe,bzw. machen werde:sie müssen es sich selbst kaufen…damit ihnen auch klar ist,wieviel Geld das ist.Und damit sie sich wirklich nochmal frage,was ist es mir wert?!
    Also da bin ich voll die doofe Mutter…wer unbedingt meint ein iphone haben zu müssen,der muß es sich selbst kaufen.Billigere Handys gehen auch ;-)
    Liebe Grüße..ob dir das nun hilft weiß ich ja nicht ;-)
    Tankja

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    1. Meine Kinder gehen auf eine Waldorfschule, da gibt es natürlich welche, die keine Smartphones haben...aus Überzeugung. Freunde sind da, und sie spielen ja noch richtig. Es ist durchaus einfacher auf unserer Schule gegen die Masse zu schwimmen.

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  12. liebe emma...deine worte, deine gedanken trafen mich...mittenrein...du weisst ja, schultechnisch sitzen wir im selben boot...und nicht nur deswegen haben wir uns noch mehr und intensiver gedanken gemacht und ja...oder leider e-r hat so ein smartphone...wirklich wohl fühle ich mich nicht dabei...wobei das viel mehr um meine sorgen im globalen und überhaupt zu tun hat...aber sie hat...von uns einen "vertrag" dazu bekommen...wie im echten leben halt...da stehen die für uns wichtigsten dinge darin...die sie unterschreiben musste und bei "vertragsbruch" ist es weg...das phone...und ihr "notfalltelefon" (prepaid-nur-handy) tritt in kraft �������� wohin die reise geht, will ich das wissen, glaube ich unverbesserlich an das gute? das alles wird, wie es soll? ich glaube einfach fest daran, dass wir das schaffen...dass sie gross werden mit gutem und glücklichen herzen...ich denke einfach bei aller technik ist das wichtigste, dass wir nie ENTwurzelt werden und immer wieder eine balance halten, eine innige (konstante) verbindung zu (mutter) natur...draussensein, tiere...was auch immer...solange das technische uns nicht entwurzelt...mache ich mir jetzt einfach mal keine sorgen...ich hoffe und wünsche dir, die richtige entscheidung..wobei, bei herzensmenschen wie dir...machst du das schon genau richtig...da bin ich mir sicher...ich umarme dich fest...silke

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    1. oh ja Silke so denke ich auch.. ich glaube immer an das Gute und mag mir die doofen Dinge gar nicht vorstellen... ich wünsche mir, dass meine Kinder einen guten Weg finden, dass sie nicht irgendwelche Sperren knacken und doofe Videos anschauen. Doofe Dinge schreiben oder lesen müssen. Ich möchte eigentlich auch die ganzen Vorteile in den Vordergrund stellen und hoffe auch mit einen Vertrag einen guten Rahmen zu schaffen. Aber ich muss wohl noch viele viele viele Nächte darüber schlafen

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  13. Meine Liebe , Du kennst ja meine Meinung zu diesem Thema. Meiner wird ja jetzt 13, hat keinen eigenen Rechner (aber einen, wo er im Bedarfsfall dran kann mit Randaufsicht) und seit letztem Sommer ein smartphone (mit 3 Spielen drauf)und jetzt kommts: OHNE internetzugang. Und das muß er nach der Schule erst mal abgeben bei mir. Private Entscheidung, weil wir den Eindruck haben, hier ein Kind zu haben, dass überfordert wäre, sich da selbst zu kontrollieren und vieles noch nicht einschätzen kann und wir dem ständigen "kontrollieren" und "hinschauen" müssen, etwas entgehen wollten. In der Schule ist es eh verboten, auf der Heimfahrt im Bus kann man auch so mit Anderen seine Zeit vertreiben und zu Hause kann er ja an den Rechner in Maßen, wenn alles andere Wichtige erledigt ist und sich als Freizeitgestaltung grad nix findet. Da hab ich aber ein Auge drauf, der steht hier im Flur in der Nähe meines Arbeitszimmers und da bleibt er auch stehen. Auf dem Rechner ist auch ein ExtraAccount, wo nur Spotify und ein Paar Schreib- und Malprogramme laufe, den darf er so benutzen, aber immer in Absprache. Ebenso ist es mit Fernsehen, wenn dann nach Absprache. Ich hab es bei unserer Tochter (die wird jetzt 18)auch so gemacht und in keinem Fall war sie benachteiligt oder kontaktarm deswegen... solche Argumente halte ich für Unfug. Ich habe es immer so gesehen, dass die Welt für Kinder mit zunehmendem Alter immer etwas grösser werden darf, das gilt eben v.a. für Medien, weil sie mitterweile so grenzenlos sind. Whatsapp hat er bisher auch nicht, das wollen wir dann zum 13. Geburtstag erlauben, mit der Vereinbarung, dass wir da auch hinschauen dürfen... da viele Freunde weiter weg wohnen und viele Schulabsprachen da getroffen werden, beissen wir da in den sauren Apfel und gehen den Kompromiss ein...

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  14. Liebe Emma,
    ich habe zwar selber noch keine Kinder, sehe aber die Problematik bei meinen Patenkindern (11j & 9j). Der Große ist im letzten Sommer aufs Gymnasium gekommen. Es ist ein bilinguales und in der Stadt, das mit dem besten Ruf und den höchsten Ansprüchen. Er hat es sich selber ausgesucht und wusste auch, dass er dort auffallen wird, weil er halt eine alleinerziehende Mutter hat, die nicht so viel Geld verdient. Damit kann er erstaunlich gut umgehen, auch wenn es Kinder gibt, die morgens mit dem Porsche vorgefahren werden. Krass fanden meine Freundin und ich aber schon, dass die Schule einfach voraussetzt, dass jedes Kind in der 5. Klasse in internetfähiges Smartphone besitzt. In manchen Stunden sollen sie sogar damit arbeiten und z.B. zu bestimmten Themen suchen. Ich selber bin in einem Beruf tätig, in dem es ohne Computer und Smartphone gar nicht mehr geht (besonders letzteres aus meiner Sicht leider). Soweit ich weiß, ist das Smartphone für ihn aber kein wirkliches Thema. Er hat es für die Schule und als Schlüsselkind, um sich im Notfall bei der Mama oder Oma melden zu können. Beide Jungs haben vorletztes Jahr ein Tablet zu Weihnachten bekommen. Da war ich auch ein bisserl baff, aber die beiden gehen erstaunlich gut damit um. Der große schaut z.B. vorzugsweise "Was-ist-was?"-Filme. Natürlich hat meine Freundin ihn auch schon erwischt, wie er "andere" Filmchen geschaut hat. Zum Glück hat er sich aber noch so darüber geekelt, dass es dann wieder kein Thema war. So langsam kommt er aber in die Pubertät. Da wird das Thema bestimmt noch mal spannend. Beim Kleinen wird das Thema nach unserer jetzigen Einschätzung einfacher. Er ist deutlich verspielter und dabei weniger an solchen Themen interessiert als der Große in dem Alter war. Mal gucken, ob unsere Hoffnungen bestätigt werden.
    Ich denke, deine Gedanken sind vollkommen richtig und es wäre eher schlimm, wenn du sie dir nicht machen würdest. Es gibt ja leider wirklich viele Eltern, die sich da gar keine Gedanken machen. Ich denke auch, dass du deinen Großen am Besten kennst und schon das richtige entscheiden wirst - auch wenn du manchmal dafür verdammt uncool sein wirst (O-Ton meiner Patenkinder) und er eure Entscheidungen nicht immer verstehen wird, aber das wird bestimmt noch öfter vorkommen. ;)
    Liebe Grüße,
    Rike

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  15. Liebe Emma,

    wir hatten das Thema aktuell hier bei uns. Sie ist 11 geworden und wünschte sich ein Handy. Hätte es zwar gern schon zu Weihnachten gehabt, aber ich wollte kein Gebimmel unterm Baum ;-) Nun hatte sie im Sommer ja auch die Schule gewechselt und da spielten wir sowieso mit dem Gedanken ihr was zum Anrufen zu geben.
    Wir hatten im Vorfeld immer wieder mit ihr gesprochen, u.a. warum sie denn so ein Ding braucht. Ihre Antwort: zum anrufen. Ihr ging es nicht darum, mit den anderen mitzuhalten. Was uns irgendwie auch beruhigte.
    Im Inneren wusste ich, warum sie so ein Ding "brauchte". Zu Hause muss sie sich zum spielen immer das Pad mit Papa teilen. Und wenn sie ein eigenes Ding hätte, dann könnte sie spielen, wann sie wollte... Dachte sie ;-)
    Nun hat sie also zum Geburtstag mein uraltes Smartphone (ich nenne das der Kürze halber Handy) geliehen bekommen. Warum es ein Smartphone und kein altes Handy war? Weil wir einfach keins mehr hier rum liegen hatten... Es ist also nicht ihrs. Sie kann nicht darüber bestimmen! Zum Glück wollte sie gar kein neues Modell. Sie war zwar schon am sparen, für ein Handy, freute sich dann aber, dass sie ihr Geld nicht ausgeben musste ;-)
    Und nach vier Wochen Erfahrung kann ich sagen, dass es ganz gut klappt.

    Sie haben passend zu unseren Überlegungen in der Schule das Thema Medienkompetenz behandelt. Die Eltern wurden auf einen Elternabend dazu eingeladen. Und wir haben Regeln aufgestellt: Nach der Schule liegt das Handy am öffentlichen Platz im Wohnzimmer. Das Handy kommt nicht ins Kinderzimmer. Jeden Tag ist eine halbe Stunde Medienzeit. Da kann sie sich überlegen, ob sie Computer, Handy oder fernsehen will. Medienzeit ist nicht sammelbar. Ausser am Wochenende. Klappt das nicht, wird das Handy einkassiert.

    Auf dem Handy hat sie Musik und WhatsApp. Schaut man genau hin, so müsste sie damit eigentlich noch 5 Jahre warten... Allerdings laufen da nur Verabredungen oder Schulaufgaben-Austausch drüber. "Gespräche" waren am Anfang cool. Inzwischen lässt das auch nach.
    Wir haben darüber gesprochen, wen man dort als Kontakt hinzufügen kann und wen nicht. Aktuell soll sie das immer mit uns zusammen machen. Natürlich hört man ja so einiges über Mobbing usf. Aber die Absprache war auch, dass sie nur das schreiben soll, was sie dem anderen auch ins Gesicht sagen würde. Anfänglich hat sie geschrieben, dann hat sie es mir vorgelesen und wir haben es zusammen weg geschickt. Inzwischen vertraue ich ihr da.
    Zum spielen hat sie zwei kleinere Spiele drauf. Die funktionieren aber nur mit Internet. Und Internet gibt es nur zu Hause.
    Wenn sie zu Hause im Internet surft, dann schaut sie eher youtube. Bibi und Tina ;-)

    Ich bin extra zum rosa Riesen gewechselt. Die haben dort eine "Kinder-Karte", die über meinen Mobilfunkvertrag läuft. Funktioniert ähnlich wie prepaid. Man muss nur einmalig 10 Euro zahlen. Sie hat eine Festnetznummer (unsere zu Hause) frei zum anrufen. Da braucht sie also kein Guthaben. Was uns wichtig war: Bei der Karte sind Drittanbieter von vornherein ausgeschlossen. Es kann also nicht passieren, dass sie z.B. den Jamba-Klingelton unabsichtlich kauft ;-)

    Die ersten beiden Wochen war es wichtig, das Handy mit in die Schule zu nehmen. Inzwischen vergisst sie es auch schon mal. Und ich glaube, wenn die Draussen-Saison wieder in vollem Gange ist, dann ist das alles eh nicht mehr so wichtig :-)

    Ich glaube auch, dass die (meisten) Kinder mit einem wachsamen Elternhaus das ganz gut hin bekommen. Und bei einer Mama wie Dir sowieso :-)

    Ich wünsche Dir erholsame Nächte und gute Entscheidungen. Grüssle. Birgit

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  16. Hej Emma,
    ja da spalten sich tatsächlich die Geister. Das kommt ganz auf eure einstellung an und wie ihr damit umgeht. hier in dänemark ist es ganz normal, ohne handy und tablet/PC geht da gar nichts mehr. und zwar ab der 1. klasse. die kids bekommen hier ganz früh schon ein tablet oder ein chromebook für den unterricht, also an den meisten schulen. in dänemark wird eh alles über das internet abgewickelt, steuer, kommune, schule,... die kinder haben ihren eigenen zugang für das schulintranet mit hausaufgaben, stundenplan, nachrichten, usw. ich denke, das es mit uns und unseren kindern stark bergab geht, weil es halt soviel medien gibt, sprich handy und Pc. alle hängen nur noch am kasten und schaffen es nicht mehr normal miteinander zu kommunizieren. meine tochter ist 12 und hat schon seit 2 jahren ein smartphone. allerdings ein medion, da war der druck dann auch wieder gross ein i phone zu haben (von ihren klassenkameraden aus). aber das sehe ich nicht ein :0) ja, man muss sicher auch aufpassen, das es nicht zu viel wird und bestimmt dienste von vornherein gesperrt sind sodass die kids keine spiele kaufen/ herunterladen können. Facebook/ instagramm und andere soziale medien sind auch hier sehr in. meine tochter darf aber erst mit 13 jahren damit anfangen. Ganz prima ist es das die kids anrufen können und erreichbar sind. na ja, ich denke auch in deutschland kommt man nicht drumherum, aber trotzdem sollte man sich dafür interessieren, wie lange die kinder im netz sind und vor allem was sie so machen :0) Ganz LG aus Dänemark Ulrike

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  17. Unsere Tochter bekam in der 5. Klasse ein Smartphone.
    - ohne zeitliche Auflagen
    - ohne Einschränkungen
    - mit einer sehr kleinen Datenflat.
    Aber: sie hat eine Medienkompetenz, die gut ist. Sie hängt weder am Smartphone, noch am Tablet. Es gibt Zeiten mit intensiverem Gebrauch und Zeiten, in denen sie die beiden Geräte noch nicht mal täglich benutzt.
    Sie nutzt es
    - zum Musik hören (da hatten wir einen Walkman),
    - um mit ihren Freunden zusammen Hausaufgaben zu machen (wir wohnen etwas weiter weg)
    - die Musik-App um Musik zu schreiben (geil!)
    - Video App um Musik Videos mit ihren Freundinnen zu drehen (hey, kreativ)
    - Serien im englischen Original zu sehen (dafür kuckt sie kein Fernsehen)

    Wir begleiten seit vielen Jahren sie im Gebrauch von Tablet, Smartphone und Computer.

    Das Smartphone bekam sie übrigens um auf dem längeren Schulweg morgens Lateinvokabeln zu lernen und nachschauen zu können wann die Busse fahren. Zu dem Zeitpunkt verlies sie um 6:35 Uhr das Haus und kam um 16 Uhr wieder ...

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  18. Oh ein heiß gekochtes Thema! Ich schwanke auch sehr stark, denn ich besitze auch ein Smartphone. Junior ist 13 und bekommt vorerst auch keins! Mein Mann Autist, ist total dagegen, denn ihm hat es in den letzten Jahren eher geschadet! Er kann die Reize nicht filtern und war so davon verstört, das ging gar nicht! Junior hat gewisse Neigungen zum Autismus und er will ihn durch seine negativen Erfahrungen schützen! Kann ich verstehen und das ist ein Punkt gegen das Medium! Ich selbst fände in manchen Situationen, sollte er eins haben, so wie: ich hole dich spontan von der Schule ab und nehme dich mit in die Stadt. Wenn ich dann zu spät bin kann ich nur noch dem Bus hinterher fahren! Also heißt es besser planen, absprechen und das sehr deutlich!
    Vor gut 2 Jahren ergab es sich für meinen Sohn meinen alten Lappy zu übernehmen, der nur mit Linux lief, ich jedoch Beruflich bedingt Windows benötigte. Er war mega happy! Konnte so im Internet nach Videos schauen, die mit Technik, Treckern, THW.... zu tun hatten. Er lernt über den Visuellen Kanal einfach besser, da er LRS hat. Also gut, oder? Nun ja, mit dem Schulwechsel war er nun alt genug um zur Ferienfreizeit mit dem THW mitfahren zu dürfen und das war Mega für ihn! Wir wurden beim Checkin schon recht komisch angeschaut als er kein Handy vorweisen konnte! Äh ja er keins! "Wenn etwas passieren sollte, dann kann ich zu Daniel gehen (Gruppenführer) und kann ihn bitten Mama anzurufen! Wozu brauche ich denn ein Handy?" Ich war soooooo stolz auf mein Kind! Hach!
    Zu Weihnachten kam dann das Thema PC auf, denn wir haben nur einen wo sein Landwirtschaftssimulator drauf läuft und wenn Papa den nutzt, dann kann er nicht spielen! Gut er fährt dann Longbord. Er kann sich schon anderweitig beschäftigen, doch er hat herausgefunden, dass man sich mit diesem Spiel mit anderen verbinden kann und gemeinsam spielen. Ja hat zur Folge, er muss lesen was die anderen schreiben und muss verständliche Texte zurück schreiben. Für uns eine Win Win Situation, denn Lesen und Schreiben liegt ihm ja nicht so. Er wird also einen eigenen PC bekommen und wir werden Regeln aufstellen, gemeinsam! Zumal in der Schule nun auch immer mehr Referate anstehen und wenn die Berufsschule in 3 Jahren ansteht, dann soll er auch am PC Texte verfassen können. Die Rechtschreibprüfung kann ihn auch hier unterstützen und wir hoffen, dass sich die Fehlerquote verbessert. Wir werden sehen!
    Zum Thema Smartphone möchte ich noch sagen, er darf sich von seinem ersten selbst verdienten Geld eins kaufen. So lange wird er sich an die Regeln halten pünktlich zu Hause zu sein, Bescheid zu geben wo hin er geht! Das klappt super! Dafür telefoniere ich nicht hinter ihm hinterher so wie andere Eltern um zu kontrollieren wo sich die Kids befinden! Ich weiß ja wo hin er wollte! Bisher ist es nur 1x vorgekommen, dass er zu spät war, das hatte zur Folge, dass er beim nächsten mal die Zeit die er überschritten hatte, eher zu Hause sein mußte! Seit dem bittet er meistens die Eltern der Freunde ihm rechtzeitig Bescheid zu geben! Ein Uhr verweigert er! Pünktlich ist er jedoch immer! Das ist bei meinem Mann auch so! Autist halt!

    Mach weiter so, es ist euer Weg!
    Liebe Grüße Nicole

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  19. Liebe Emma,

    gerade erst deinen Post gelesen und es ist ein echt schwieriges Thema: wir haben uns zu Weihnachten entschieden unserem Sohn(9) ein Ipad Mini zu schenken. Kein Neues, sondern ein generalüberholtes mit der Vereinbarung, dass er 30 Minuten am Tag dran darf. Tja und dann holt die Realität einen ein und wir haben festgestellt, dass er nur noch über Spiele, Apps, etc. redete. Daher haben wir im Moment nur eine Nutzung am Wochende (Fr-So) erlaubt, die dann zeitlich begrenzt ist.
    Wenn ich es so schreibe, hört es sich total hart an, findet mein Sohn bestimmt auch, aber nachgeben kann man ja immer noch.
    Ich fand das Ipad auf jeden Fall besser also die Play Stations & Nintendos dieser Welt. Glaube aber auch das es vom Charakter abhängig ist. Er hat schon immer eine Tendenz zum Fernseh gucken wollen etc. während dem Kleinen das Piepegal ist.

    Wir werden sehen, wie es sich entwickelt - es bleibt spannend.
    Liebe Grüße
    Kati

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  20. Kinder sind da ganz unterschiedlich
    meine Tochter ist jetzt 15, sie hat einen eigenen Laptop, weil sie den für ihr Wahlfach Informatik braucht
    sie hat auch ein W-Lan fähiges Handy nutzt es aber kaum
    sie ist eher der Lesetyp und kann die Zeit im Netz gut selbst begrenzen

    mein Sohn ist 13 und da sieht die Sache schon ganz anders aus, da ist die Tendenz zur Sucht eindeutig da

    FB ist bei meinen Kindern kein großes Thema, aber an WhatsApp kommt man nicht vorbei, allerdings ist die Mobbinggefahr da tatsächlich ziemlich heftig
    und wenn ich seh, was die Klassenkameraden auf FB so alles posten, wird mir ganz anders
    wir sprechen da auch ganz offen drüber, aber es ist wirklich ein schwieriges Thema!

    LG Agnes

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